Posts mit dem Label Pokerstrategy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pokerstrategy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Business changes Pokerstrategy – Eine Ära geht zu Ende!

Bonushuren,
kaum ist man einmal länger im Urlaub – der Körper gestählt und braungebrannt… - da trifft mich diese Neuigkeit doch wie ein Schlag:
Pokerstrategy wird an Playtech verkauft.
Die ehemals von Party Poker abhängige Pokerschule, die sich über Jahre zur größten und „seriösesten“ (soweit man bei online Poker von seriös sprechen darf) Pokerschule gemausert hat wurde für 'n Appel und 'n Ei an einen Multipokerraumanbieter verkauft. Unter Playtech sammeln sich so Pokerräume Betfair, Mansion, William Hill.
Ich habe das Netz gescannt und den einzigen Bericht mit ein bisschen Tiefgang Bericht hier gefunden.  Steht aber auch nix dolles drin.

Also welche Schlüsse zieht Bonushure aus dem Deal:

  1. Korn hat ein hochfunktionelles Unternehmen verkauft.
  2. Aufgrund des geringen Kaufpreises gibt es zwei Möglichkeiten: (Obwohl ich in Firmenverkäufen nicht so fit bin – englisches Recht, es handelt sich um eine Limited etc.)
    a: Korn und Mitstreiter haben ein gewaltiges Handgeld eingestrichen, was gar nicht im Verkaufspreis ausgewiesen wird.
    b: Pokerstrategy hat mit massiven Mitglieder- und Umsatzproblemen zu kämpfen.m Sprich - der Laden ist nicht mehr Wert als die 38 Mio. (glaub ich nicht) 
  3. An der Konkurrenzsituation hat sich nichts geändert. Es gibt Pokerstars /Full Tilt. Partypoker und BWIN, Plachtech Netzwerk, Ongame Network, 888, Cake Poker etc. Ipoker wird mehr Marktanteile bekommen, da die Kundenbasis von Pokerstrategy gigantisch ist.
  4. Die Software ist OK und wird durch das Feedback der Pokerstrategy Community mit Sicherheit noch besser werden.
  5. Pokerstrategy ist multinational und bietet Zugang zum chinesischen, russischen und südamerikanischen Markt. 
  6. Für Ipoker wird das Werben neuer Spieler über Pokerstrategy zur Win Win Situation, da ja die Affilliatezahlung an Pokerstrategy eingestellt wird.
  7. Auswirkungen auf Bonushuren: Keine :-)
  8. Neben Pokerstrategy gibt es mit Pokersavvy und Pokersource zwei weitere Anbieter, die mit guten Kickbackbonusangeboten und mehr als 100% Abspielrate aufwarten. 
  9. Ipoker wird gute Deals auf Pokerstrategy anbieten und falls PS weiterhin Räume wie Pokerstars im Angebot hat, wird die Konkurrenzsituation für weiterhin gute Bonusangebote sorgen.
Abschließend ist der Kauf nicht anderes als eine betriebswirtschaftliche Entscheidung von Playtech und Pokerstrategy zu bewerten, ich erwarte keine Auswirkungen auf die Spieler von PS.

Bonushure

Das Ende der Beziehung von Pokerstrategy und Full Tilt.

Zocker,
kaum ist Full Tilt wieder online und schaltet die ersten Werbespots, da droht auch schon die nächste Bombe zu platzen.
Full Tilt hat Pokerstrategy mitgeteilt, dass sie alle Affiliates enttrackt. Das bedeutet, dass jeder, der über Pokerstrategy bei Full Tilt angemeldet war, keinerlei Vorteile mehr von dieser Verknüpfung hat. Das ist schon eine ziemliche Oberhärte was sich wohl auf die Geschäftsbeziehung von Pokerstrategy zu Pokerstars (dem Besitzer von Full Tilt) niederschlagen wird.
Das heißt für Pokerstrategy nichts anderes als dass sie 485.000 Mitglieder, die sie für Full Tilt geworben haben, abschreiben können und auch keine Kohle mehr dafür sehen werden.
D.h. natürlich auch für alle Affiliates, die Spieler an Pokerstrategy vermittelt haben, dass sie für ihre geworbenen Spieler keinen Cent mehr sehen.




Poker als Geschicklichkeitsspiel oder Glücksspiel – drauf geschissen

Zocker,
in der aktuellen Diskussion um Eddy Scharfs kleinen Streit mit dem Kölner Finanzamt, möchte natürlich auch Euer beliebter Investigativreporter Bonushure seinen Senf zum Thema geben.

Also worum geht’s:

  1. Eddy hat vor gefühlten tausend Jahren, als die Pokerwelt noch ein Mikrokosmos war, ein paar Turnierchen in Las Vegas gewonnen, die ihn irgendwie als „Pokerweltmeister“ und Braceletgewinner dastehen ließen.
  2. Dadurch wurde Eddy immer „prominenter“, bekam einen Werbevertrag bei Full Tilt, kam ins Deutsche Sportfernsehen und ließ es sich gut gehen.
  3. Irgendwann kam aber jemand vom Finanzamt auf den Trichter, dass Eddy Scharf ja ein gigantischer Pokerprofi sein muss und Millionen von Dollar gescheffelt haben muss. Ergo, soll der liebe Eddy nun für das letzte Jahrzehnt Steuern nachbezahlen. Und wie das Finanzamt nun mal ist, nicht zu knapp und natürlich auch mit Strafzoll versehen.
  4. Eddy argumentiert nun, dass er ja gar kein Pokerprofi ist, das Poker ein Geschicklichkeitsspiel sei und das Glückspielgewinne nicht zu versteuern sind. Die ganze Argumentationssoße kann man in den üblichen Foren nachlesen
 Ich hab mir auch schon öfters Gedanken gemacht, ob Poker ein Geschicklichkeitsspiel oder Glückspiel ist. Und meine Meinung dazu ist mittlerweile:

Drauf geschissen!

Die ganze Argumentation folgt doch nur den Vorgaben der „Pokerlobby“/ Pokerindustrie: Warum wird überhaupt die Diskussion „Poker ist Geschicklichkeitsspiel“ aufgemacht. Ganz einfach: Weil in vielen Staaten dieser Welt Glückspiel verboten ist bzw. staatlich lizensiert. Das stört natürlich Anbieter wie Pokerstars und Co. Denen wäre es doch scheißegal, ob Poker als Geschicklichkeitsspiel, als Heroinersatz oder als Glückspiel definiert wird, solange sie legal anbieten können.
Und jetzt kommt das Lustige: Kaum sagt dann mal jemand – nämlich das Finanzamt, „Ohja – Poker ist Geschicklichkeitsspiel und ihre seid alle Profis, also her mit den unversteuerten Gewinneinnahmen“, da ist der Aufschrei groß: „Poker- ach was…alles nur Glück, ist doch auch als Glückspiel definiert“.

Die Diskussion dreht sich im Kreis, deshalb fände ich folgende Lösung am elegantesten.

  1. Die Pokeranbieter und deren „Zufallsgeneratoren“, „Auszahlungsbedingungen“, und „Finanzströme“ werden staatlichen Regeln unterworfen. Dafür gibt es dann eine Lizenz vom Staat. Der Staat greift sich dafür einen Teil der Spielereinahmen durch den Hausanteil (rake) ab, den schließlich muss er ja die ganze braune Soße, die die Pokeranbieter so fabrizieren, überwachen.
  2. Die Spieler sollen zocken, wie sie lustig sind. Gewinne sind steuerfrei. Der Spieler hat im Übrigen durch seinen rake (Hausanteil) bereits seine Steuern an den Staat bezahlt (siehe Punkt 1: Lizenzmodell). Und wie wir alle wissen, darf man für eine Sache nicht zweimal besteuert werden :-) Es macht ja auch aus praktischen Gründen keinen Sinn, wie sollen denn bitte schön die Spieler ihre Ausgaben geltend machen. Darf ich meine 4 Flatscreens als Büromittel absetzen. Was ist mit meiner angestellten Putzfrau, die ich als Pokerprofi unterhalten muss? Alles Bullshit.
Fazit: Mit diesem Modell hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Keine Diskussion mehr über Glücks- Geschicklichkeitsspiel. Der Staat bekommt seinen Batzen ab, die Pokeranbieter werden überwacht und der Schutz der Bevölkerung vor Suchtgefahren ist gewährleistet. Zweite Fliege: Steuern werden direkt durch die Spieler in Form des rakes/ Hausanteils bezahlt.
Eure Meinung gerne in den Kommentaren!
 

Langzeitmotivation beim Pokern sichern

Zocker,

da mich über die Tage doch ein wenig die Poker Motivation verlassen hat, habe ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht, wie ich denn wohl wieder Gefallen am Spiel finden könnte. Ich denke, ich habe doch den ein oder andern guten Tipp, wie man die Motivation diesbezüglich erhöhen kann. Da gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Den Anbieter wechseln: Neuer Anbieter = neue Motivation. Sei es durch welcome Freerolls, andere Gegner auf den Stammlimits, vermeintlich bessere Software, vermeintlich schlechtere Gegner... Es gibt viele Gründe es einmal bei einer anderen Plattform zu versuchen.

2. Neue Spielvarianten ausprobieren. Sei es Sit and Go, der wechsel von NL zu FL oder auch mal ne Runde PLO. Zum einen erhöht es die Abwechslung, zum anderen verbessert es definitiv Eurer Spiel im Stammlimit!

3. Höheres Limit spielen: Der ultimative Tip. Vergesst mal Euer Bankroll management! Es gibt nichts Schöneres als mal ein paar Penunzen über dem sonstigen Stammlimit zu zocken. Das sorgt für erfreuliche oder auch weniger erfreuliche Momente ;-) Summa summarum aber auf jeden Fall für Abwechslung. Das solltet ihr natürlich nur machen, wenn ihr den Verlust Eures zum Pokern verfügbares Wohlfühlkapital ohne Bauchschmerzen verkraften könnt. Also nicht nachmachen, wenn ihr anschließend Eurer Oma das Geld klauen müsst, um weiter zu zocken...

Einfach mal ausprobieren...


Bonushure broke

Zocker,

ich bin broke gegangen.

Ich habe die letzte Zeit etwas weniger gepostet, weil ich mich auf mein Spiel konzentrieren wollte. Das lief auch soweit ganz gut, die aktuelle Theorie hatte ich schnell aufgefrischt und ein passender Anbieter mit den richtigen Gegnern war auch gefunden. Im Januar/ Februar fuhr ich fünfstellige Gewinne ein! Habe ca. 30.000 Hände gespielt und die Limits wurden immer höher. Bankrollmanagement natürlich beachtet.

Leider habe ich dann einen Fehler gemacht: Ich trinke ja Bier beim spielen, soweit nichts ungewöhnliches, denn das kann ich und es macht mich locker! In Anbetracht meines Erfolges wollte ich mir etwas gutes gönnen und bin von meiner billigen Hausmarke auf ein edleres Hopfengetränk umgestiegen. Das war ein Fehler. Das neue Bier bekam mir überhaupt nicht. Ich weiß nicht woran es lag, aber irgendwie hat sich  mein Spiel durch den Biermarkenwechsel verschoben. Leider, leider, leider ist mir das zu spät aufgefallen, sonst wäre ich ja wieder zu der bewährten Plörre gewechselt.

Zu meinen veränderten Spiel kam dann auch der obligatorische Downswing. Kein übler Downswing mit tausenden von suckouts,  nein- eher eine Mischung aus nach unten zeigender Varianz und schlechter Hefekonstellation :-(

Irgendwann dämmerte es mir, dass es am Bier liegen musste. Also habe ich versucht gegenzusteuern. Ich bin wieder auf  "Schädelmeiers Extra" umgestiegen (die Biermarken verschweige ich lieber, sonst bekomm ich deswegen noch Ärger). So...Problem war aber, dass die alte Biermarke wesentlich mehr Umdrehung als die Neue hatte. 4,5 % hatte das Szenebier, satte 5,0 % meine Hausmarke.

Mein optimale Spielstärke erreiche ich immer dann, wenn ich einen Pegel von 1,5 Promille habe. Was bedeutet, dass ich z.B. in einer 8 stündigen Session vorher ca. 2 Liter Bier trinken muss. Und dann etwa jede Stunde ungefähr 0,2 Liter nachschütten muss. Nicht mehr, nicht weniger. Die Experten unter Euch wissen, was ein Veränderung des prozentualen Alkoholgehalts bedeutet. Ich hatte einfach zu wenig Alkohol im Blut. Genau das Fünkchen Aggressivität fehlt mir, der letzte Bluff, der entscheidende Reraise, der mutige Laydown...alles futsch.

Ich werde jetzt wieder von vorne anfangen. Und ich gelobe wieder häufiger zu posten.  Fahre jetzt nach Venlo!

In diesem Sinne: Back to the roots!
_______________________________________________________________
Werbung
Free Nevada Jacks
Nur bei Bonushure
_______________________________________________________________


Turniere nach dem Zufallsprinzip - oder - wie versenke ich $10 Cash

Zocker,
man lernt nie aus. Ich habe ja schon absonderliche Turnierformen erlebt aber gestern war auch für mich  etwas Neues: Ich scannte meine Pokerkonten nach irgendwelchen verwertbaren Restbeständen. (So langsam verliere ich den Überblick :-)) Und siehe da, auf Absolute Poker lachten mich $10.56 an. Keine Ahnung wie die dort hingekommen sind...

Kurz in der Turnierlobby nach Events mit Overlay Struktur umgesehen, also Turniere mit ordentlichen garantiertem Preisgeld aber geringer Teilnehmerzahl. Holla: Ein $3500 Dollar rebuy guaranted mit $2 BuyIn.
Noch eine Minute bis zum Start. Ich nicht lange gefackelt und eingekauft. Gerade mal 44 Teilnehmer! Yippieh!

Ich gucke in den Turnier Details nach: "Late Registration available"....oh shit....Hatte ich in meiner Geldgeilheit übersehen :-) Bedeutet nichts anderes, als das in den nächsten Minuten noch Dutzende von Spielern hinzukommen. Egal, denke ich mir, soviele werden es nicht sein. Ich lese weiter...Oha, late registration ist komplett bis zum ersten Break möglich, also 1 Stunde lang. Nicht gut...

Nach einer Stunde sind insgesamt 447 Spieler im Turnier, 386 spielen sogar noch mit. Aber egal, es gab erst 600 Rebuys. Insgesamt also $1900 von den Spielern, den Rest muss Absolute Poker drauflegen :-)

Bling Bling macht mein Monitor: "Möchte sie das Addon kaufen?" sehe ich noch aus den Augenwinkeln, als ich an den Rechner zurückkomme.  "Addon, davon hab ich nix gelesen!" Aber klar, will ich! So wie fast jeder andere auch. Jetzt jetzt sind 2500$ im Pot, bei 3.5 K guaranted. Also immer noch Overlay - Juhu!

Die zweite Stunde geht los, ich konnte von 1500 Chips durch Rebuys, Addons und guten Karten auf 9500 Chips erhöhen. Und jetzt kommts. Nach ca. 10 Minuten kommt wiederum ein Bling Bling: "Do you want a another rebuy?".2000 Chips für $2. "Last chance" Oh Mann....ja will ich.... Bling Bling: "Do you want single or double rebuy".....Grgrgrg: Also gut, 4000 Chips für $4. So wie die ca  350 verbliebenen Teilnehmer ebenfalls. Ich gucke auf den Preispool- Dort liegen jetzt ca. 3900 Dollar. Kein Overlay mehr...WTF

Ich hatte somit ingesamt $10 in Entry ($2), 1. Rebuy ($2), 1. Addons ($2),  und Superdoublerebuy ($4)investiert. Hut ab, da hat einer von der Marketingabteilung gut gerechnet.
Bin dann mi QQQ gegen KKK (Flop xKQ) ausgeschieden - mal verlierst Du und mal gewinnen die Anderen.


Poker - the softest site

Gamblers,

i was hanging around across the pokernews sites and stumble about an interestant Article.

Well, i wrote about the the theory of weak poker sites long ago. Let me translate into poor german english:
I will describe it from  my point of view as a bonuswhore. I did around 40 rooms, so i think i have a good experience in this things :-)

There ist one main Fact: There is a different game on Pussypoker, Pokerstars, Partypoker, Fulltilt & Co. Pussypoker is a synonym for an provider, whose focus is on other things than poker and who´s got less poker players. This means that there are different player types on eacht site. I divide this providers into three groups:
  • Sport Betting: The main crowd of the gamblers comes from sportsbetting to poker. --> easy opponents. Such as Betfair and Stryyke.
  • Casino: A bigger part of gamblers wants to play Poker from time to time instead of Online-Roulette or Online-Craps --> That are by far the easiest opponents. For example: Bodog and Mansion
  • Small Poker provider, which approach a special Poker patronage with a niche strategy. For example a local brand as redstar (many russians).
To proof is very easy: Look at the seefloprate on this sites and compare to Pokerstars. Pokerstars = Less Players on the Flop. Stryyke, Mansion, Redstar Poker = everybody calls :-) So i think on this sites the games are much more softer an on Stars and Full Tilt.

There is the general opinion, that the bigger the bonus, the more fish there is. That´s correct, if you see, how tight it is on Pokerstars an Fulltilt. This providers are not known to offer good bonus. So, give small rooms a chance!



P.S.: Or do only bonuswhores play there, which leads to the theory that we are bad players :-)

Poker auf der Doppelnull (1)

Bonushuren,

wir hatten ja schon mal das Thema Pokern und Pipi machen. Aber eine Variante hatte ich ja noch gar nicht: Pokern auf der Doppelnull!
Super Thema, Klo und Pokern läuft bestimmt richtig gut, getreu dem Motto: „Auch beim Kacken ist ein gutes Blatt von Nöten, mindestens dreilagig muss es sein“.
Also, wie könnte man das Thema angehen. Es gibt natürlich mehrere Varianten, die es für einen Hardcore Zocker unentbehrlich macht, auch auf der Schüssel online zu sein. Klaro, wie man dass am elegantesten löst, ein wireless Lan Laptop sollte jeder haben. Oder zumindest einen laaaaaaanges Netzwerkkabel, um den Gamer Poker PC zum Lokus zu schleppen. Aber, was könnte einen richtigen Zocker dazu bewegen, das Spielgeschehen an den einzigen Ort zu verlegen, an dem Männer noch so richtig entspannen können? (Bei mir gibt’s aufm Klo zwei Lektüren. Playboy und 11 Freunde – Jahresabo, logisch.):

Die Varianten:

Variante 1: Ich komm weit im Turnier im 200 Dollar Bonushure Freeroll und der Darm drückt. Tja, das kann jedem passieren. In dem Fall sollte man ganz entspannt zur Entleerung schreiten und sitout drücken. Natürlich nicht im Headsup…
Variante 2: Ich sitze in einem Riesenpott auf NL 5000 und plötzlicher Dünnschiss, flotter Otto, Flitzkacke or whatever zwingt mich zur Entscheidung: Einfach durchlaufen lassen und vom Gewinn einen neuen Armani Ledersessel shoppen oder aber den anerzogenen Reflex gehorchen, zur Toilette rasen, im Laufen die Buxe runterziehen, rekordabseilen, (optional: abwischen), zurückrennen und hoffen, dass der timeout noch nicht zugeschlagen hat?
Variante 3 (für die Papas unter Euch): Ein vollgeschissenes Kind schreit. Also quasi passiver Doppelnulleinsatz. Nun, lasst Euch eins gesagt sein: Wieso pokert Ihr, wenn Eure Blagen noch wach sind…und überhaupt, was macht eigentlich Eure Frau.

Teil zwei dreht sich um….na was schon :-)

Achso, ich habe nebenan die google friend connect Leiste eingebaut. Falls sich jemand eintragen will, würde es mich freuen.


Niemals aufhören wenn es läuft

Ich zocker gerade so bei Redstar Poker rum. Keine Ahnung, warum ich immer wieder zu diesem Laden zurückkehre, aber irgendwie ist mir der Pokergott dort wohlgesonnen und die schlechten Spieler dort ebenfalls.

Und in Zuge meines dortigen Upswings fiel mir die alte Doyle Brunson Weisheit ein: „Niemals aufhören, wenn es läuft“. Und es lief am letzten Wochenende. Ich konnte aus 100 BB satte 400 BB machen, an einem Tisch wohlgemerkt. Die ganze Sache dauerte 6 Stunden in denen ich vielleicht zweimal auf dem Klo war.

Warum ich diesen Post bringe, ist Folgendes. Einen Upswing zu erkennen ist leicht. Genauso wichtig ist aber, den Zeitpunkt zu erwischen, an dem es Zeit ist, sich vom Tisch zu verabschieden.

Ich bin übrigens wie viele Spitzenspieler der Meinung – ups, klingt ja so als wäre ich selber einer -:) - , dass es so etwas wie ein Momentum/einen Lauf beim Pokern gibt. Also nicht nur der reine Upswing mit unverschämtem Kartenglück. Nein, dazu passend auch die Fähigkeit und das Selbstbewusstsein mit jeder Hand gewinnen zu können. „It looks like he has fifty outs“ ist ja so ein geiler Spruch, der es auf den Punkt bringt.
Man erzielt diesen Effekt, indem man ein paar mal wirklich die beste Hand hat und so viel Angst und Schrecken verbreitet hat, dass man mit seinem Supermann Image mit noch so billigen Bluffs die schwierigsten Hände gewinnt oder zumindest pausenlos die blinds einsammelt.

Aber irgendwann kommt der Punkt, da läuft es nicht mehr so. Deshalb habe ich mir eine einfache Regel aufgestellt. Mich würde Eure Meinung dazu interessieren:

  1. Der Upswing fängt bei mir an, wenn ich meinen Starting Stack um 130% ausgebaut habe (wir sprechen hier von Fixed Limit)
  2. Ich spiele jetzt so lange weiter, bis ich einen Downswing habe, der ca. 30% meines potentiellen Gewinns ausmacht.
  3. Ich arbeite mich in 30% Schritten hoch und justiere die Verlustgrenze permanent neu.

Beispiel:

  • 100 BB = Startingstack
  • 230 BB = „Upswing“ setzt ein, meine Verlustgrenze nach unten beträgt 30% von 230BB, also ungefähr 160 BB, dann würde ich aufhören. Die Grenze um neu zu justieren beträgt ca. 300 BB
  • 300 BB = Neujustieren. Grenze nach unten beträgt 30% von 300BB, also 210 BB, dann würde ich aufhören. Die Grenze nach oben beträgt 390 BB.
Usw.

Wohlgemerkt, dass ist natürlich nicht die hohe statistische Pokerakademie und nur für den Fall gedacht, dass ich einen richtigen Lauf habe.

Für mein Beispiel am WE bedeutete das nämlich, dass ich bereits bei 500 BB war, neu justiert habe und nach meinem Absturz auf 400 BB die Reißleine gezogen habe.

Ist das sinnvoll?


WSOP Kinderkacke auf Pokerstrategy

Zocker,

bevor ich jetzt mit meinem PS-Flame loslege muss ich doch gestehen, dass mich die ganze Geschichte erheitert hat. Besten Dank also an Nazgul, Horror, PS-Newsschreiber und diverse Kommentarschreiber.

Worum gehts?
Pokerstrategy ist mit einem Team ausgewählter Rakemaschinen Pros in Las Vegas, um die WSOP "zu rocken", wie man in der Nerdsprache so sagt. Leider kam da bis auf nen zweiten Platz eines PS Spielers - der zu allem Überfluss nicht im Team Pro war, noch nix bei rum. Das alleine ist nicht besonders verwunderlich, denn die Varianz gilt auch bei der WSOP und auch für das Team Pokerstrategy. (Zumindest wird die Varianz bei den Mathemuschis von PS immer dann rausgekramt, wenns mal nicht so gut läuft.) Außer bei Live-Turnieren, da ist das mit der Varianz anscheinend ganz, ganz anders zu verstehen.

1. Akt:
Der gute Nazgul vom Team Pokerstrategy ist nämlich in hoffnungsvoller Position gegen ein Full Tilt Red Pro rausgeflogen. (Ein Red Pro ist so was ähnliches wie ein Pokerstrategy Pro, nur das der sein rake direkt auf Full Tilt erzeugt). Nun gibt es zum besagten Spielzug dieses Red Pros unterschiedlichste Meinungen, wobei man durchaus auch die Meinung vertreten kann, dass ein move mit K10 gegen JJ suboptimal ist. Wie auch immer, das Interessante ist, dass der newsschreiber von Pokerstrategy jetzt aber mal ganz feste auf den "Bad Beat mimimimimi Jammerknopf" haut und den Red Pro als unterbelichtetes Stück Seife bezeichnet, der dem guten Nazgul das sichere Bracelet geklaut hat. Nazgul selbst sieht das - verständlicherweise - in seinem Blog genauso, wobei diesem in einem späteren Post eines anderen PS-Black Members widersprochen wird (s. 3. Akt).

2. Akt
Jetzt heult der Pokerstrategy Kommentarmob aber auf! Die Meute hat nämlich erkannt, dass in ihrem intellektuellen Lesezirkel eine News aus dem Rahmen fällt. Bei dem anschließenden 80 Kommentar langen Flamework wird jede Denkrichtung bedient: a) Der Gegner ist scheiße; b) Der Gegner ist gut, c) Nazgul ist scheiße d) Nazgul sieht doof aus e) Pokerstrategy ist doof; f) seid froh, dass es so scheiße Gegner gibt usw.

3. Akt
Pokerstrategys "ein Mann-Blogger-Armee" Horror holt den Rechenschieber raus und wirft sich auf die Seite des Redpros. Mittels einer mysteriösen Zauberformel findet Horror heraus, dass der call des Gegners richtig war. Fold-Equity ist das Zauberwort, welche anscheinend jeden noch so sinnlosen move rechtfertigt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sowohl die News, als auch die Kommentare und die Reaktionen den ganzen Wahnsinn widerspiegeln, den das Poker-Internet so hergibt und dass Pokerstrategy bei eigenen "Misserfolgen" die Berücksichtigung der Varianz außen vor lässt. Falls es also dem Team PS tatsächlich gelingen sollte, bei der gesamten WSOP ohne Cash zu bleiben, so wird sich einer meiner Lieblingskommentare zum Thema bewahrheiten: "...schade um meinen rake :-:)"


P.S.: Hab zur Sicherheit nochmal nen Contentcheck bei PS gemacht, die Seite ist nach wie vor für Anfänger/Fortgeschrittene der beste Ort zum lernen.

Selling drunk fish for 1K

Zocker,

so langsam nimmt es aber Auswüchse an...gestern bekam ich einen Funkspruch über ICQ in denglischer Sprache: "selling drunk fish for 1K".

WTF...
Ich überprüfe also den angeblichen Spender... Ich muss zugeben, der Tipgeber hatte nicht unrecht - dort saß jemand mit preflop Wert von 100%. Spielte jede Hand, callte jede Contibet + call down bis zum river. Stack ohne Ende (... ja, es gibt rooms - wo es kein Limit gibt). Problem war Folgendes: Das Limit war nicht besonders hoch - darum hatte der "Entdecker" die "Pacht" auch zum Kauf angeboten und meinte "playing him since 30 min".

Was also tun? Es war eine Abwägung von 30BB die Stunde(Schätzung!) bzw. wie lange sitzt der Fisch noch am Tisch. Würde ich mir die Nacht mit Ihm um die Ohren hauen, hätte ich morgen früh die nächsten Saufabende gerettet. Wenn "Er" allerdings nach der nächsten Hand ins Bett geht, bin ich gearscht!

Nunja - diesen Aspekt haben die allerwenigsten Pokerschulen bisher im Programm: Wie lange hält die table selection vor, wenn sich Hardcore Zocker um Kopf und Kragen zocken.


Pokervideos - kostenlose trial bei Savvy

Zocker,

eine Möglickeit, sein Spiel zu verbessern, sind Pokervideos.

Ich habe mir diesbezüglich einmal das nächstliegende Angebot von Pokersavvy angesehen. Es ist dort möglich, 7 Tage das Angebot kostenlos zu nutzen und ich wäre ja eine schlechte Bonushure, wenn ich das nicht gemacht hätte :-)

Nun, das Angebot existiert schon länger, so dass Unmengen an Videolehrmaterial zur Verfügung stehen. Für jeden ist was dabei. Aufgenommen sind die Videos von mehr oder weniger bekannten Pokerspielern. Zu diesen dürfte z.B. Mike "the mouth" Matusow gehören. Ich habe alle Videoersteller mittels Hendonmob Database gecheckt - alle haben dort Turniergewinne vorzuweisen, so dass ich relativ sicher bin, dass zumindest keine Stümper am Werk sind.

Angebotene Varianten: Videos zu allen Pokervarianten - Holdem, Omaha, Razz, stud etc. - cashgame, sit and go und multitable tournaments
Anzahl der Videos: 340 (!)
Aktualisierung: 5 neue Videos pro Woche

Bonushure meint: Ausprobieren kost nix! Feedback gerne in den comments

Achtung: Bei der Anmeldung braucht Ihr eine Kreditkarte. Damit stellt Savvy sicher, dass keine Fake-Accounts am Start sind. (Das ist bei den Anbietern in diesem Bereich üblich)
Bitte achtet darauf, dass Ihr Euer Abo rechtzeitig online kündigt! Nach den 7 Tagen Trial wird nämlich Eure Kreditkarte belastet!
Ihr könnt Euch jedoch ein halbes Jahr Mitgliedschaft sichern, wenn Ihr einen Raum bei Pokersavvy freispielt!


Limitwechsel + Adios Bankrollmanagement

Zocker,

ich hab tatsächlich einen Limit-Wechsel geschafft. Hab vor 2 Wochen mein Stammlimit verlassen und mich neu etabliert.

Für mich heißt Limit-Wechsel übrigens nicht, dass ich über 50.000 Hände auf dem Limit vorne liege – soviel spiele ich gar nicht - sondern dass ich mich auf dem Limit wohlfühle. Sprich, ich sitze nicht auf scared money, spiele bei großen Pötten aggressiv weiter, calle weniger runter, leg auch mal bei nem großem Pot die Hand weg usw. Ich denke, viele kennen dieses Gefühl, dass man sich ab einer gewissen Summe einfach nicht mehr wohlfühlt. Bisher war mein Problem auf dem neuen Limit immer „Mist - da liegen gerade $xxx im Pot…*angstbekomm*“ – das war irgendwie immer eine Nummer zu groß für mich. Dieses Gefühl ist jetzt meinem alten, vertrauten "Limit-Wohlfühl-Faktor" gewichen, nur eine Stufe höher halt.

Bevor jetzt jemand nach dem Limit fragt…das ist doch völlig egal. Für den einen ist $0,25/$0.50 dieses "Angst Limit". Für den anderen vielleicht $5/$10. Ein paar Tips, die bei mir ganz gut geholfen haben

- Table Selection: Ihr müsst Euch ja nicht direkt zu den Haifischen an den Tisch setzen. Seht zu, dass Ihr ein paar Opfer in Eurer Nähe sitzen habt
- Einen Tisch spielen: Ihr wollt Euer A-Game spielen? Dann macht nur einen Tisch auf. Weiterer Vorteil: Die Swings sind nicht ganz so derbe, als wenn es an 4 Tischen parallel den Bach runtergeht. Erhöht den Wohlfühlfaktor.
- Seid entspannt. Nehmt Euch den Limitwechsel nicht fest vor. Bei mir wars so: Auf meinem Stammlimit war nix los, die Spieler saßen alle ein Limit höher. Hab mich eher aus Langeweile rangesetzt und den erwarteten Verlust, bei dem ich Aussteigen werde, im Kopf schon vorher genau taxiert. Und auf einmal liefs.
- Eigentlich ist es ein Limit- Shot. Setzt auch einen Betrag, den Ihr bereit seid zu verzocken (Völlig egal, ob das jetzt 3 Buyins sind oder $50).
- Spielt genauso, wie auf dem Limit davor. Keine Spezialmoves nach dem Motto "ab hier wird bestimmt nur noch geblufft". Feinjustierung kommt später.
- Room Selection: Ich spiele aktuell bei einer Seite, auf der das Niveau gerademal so gut ist, wie bspw. auf Partypoker FL $0.10/$0.20. Bei Pokerstars/Fulltilt würde ich dieses Limit nie spielen.

Desweiteren habe ich Bankrollmanagement für mich abgeschafft. Gründe:

- Meine Bankroll (nach Lehrbuch) würde nur für ein Limit reichen, auf dem ich definitiv keine Lust habe, zu spielen.
- Ich spiele auf höheren Limits konzentrierter, begehe weniger Fehler.
- Gehe ich broke, ist der Verlust in keinster Weise existenzbedrohend/ urlaubsvermiesend oder beziehungsgefährdend.
- Selbst mehrmaliger Verlust der Bankroll würde mich auf diesem Limit nicht in Verlegenheit bringen. Dann würde ich allerdings wieder absteigen. Im Hinterkopf habe ich Summe x als worst Case einkalkuliert, dann wäre Schluss auf dem Limit)

Wie sieht es bei Euch aus? Bankrollmanagement ja oder nein?


P.S: Freue mich auch auf die Kommentare, die fragen, auf welcher Seite /Nickname so ein Megafisch wie ich wohl spielt :-)

Wie lernt Ihr Poker?

Zocker,

heute ein paar Zeilen zum Thema "Verbesserung des eigenen Spiels".

Ich habe ja nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich Pokerstrategy als beste Pokerschule auf dem Markt ansehe. Mittlerweile mache ich da aber eine kleine Einschränkung: "1. Gilt für Anfänger. 2. Gilt für Fortgeschrittene/Profis, die sehr viel spielen".

Als Anfänger ist man bei PS bestens aufgehoben. Man bekommt tonnenweise Material, Coachings, Software etc. zur Verfügung gestellt. Möchte man allerdings Einblick in tieferen Fortgeschrittenen Content, so bekommt man den nur, wenn man viel spielt und viele/ sehr viele Strategy Points erspielt.

Mir fehlt diese Zeit zum Zocken einfach, trotzdem habe ich Interesse, mich mit den höheren Weihen der Pokermaterie zu beschäftigen. (Ob sie bei mir fruchtet, sei mal dahingestellt.) Also habe ich für mich eine andere Möglichkeit gefunden, den ein oder andern guten Hinweis zu erlangen. Blogs! Und da gibt es doch mittlerweile ein paar ganz gute Quellen. Sogar bei Intellipoker :-) Georg Danzer z.B. oder aber auch Michael Keiner geben in Ihren doch recht kurzweiligen Veröffentlichungen den ein oder anderen Tip, den ich als Otto-Normal Spieler so gar nicht kannte.
Natürlich bekommt man dort keine mathematische Erläuterung fürs Spiel auf Flop/ Turn/ River, aber alleine die kurze Erwähnung eines "Fachbegriffs" wie bespielsweise "floaten" regt meine verbliebenen Gehirnzellen soweit an, dass ich es beim nächsten online-Versuch mal einfach ausprobiere. Learning by doing.
Eddy Scharf auf Overcards verzichtet hingegen komplett auf den theoretischen Quatsch, dafür bekommt man hier fast schon philosophische Frotzeleien geliefert. Gerade die Beschäftigung mit Gegensätzen bringt einen aber weiter.

Ist mit Sicherheit nicht der Königsweg, um sein Spiel zu verbessern, aber wenn man wie ich viel zu faul/doof/langsam für Mathe geworden ist, durchaus eine Option. Bei mir scheitern andere Wege des Lernens nämlich meist an folgenden Umständen:
  • Zu faul Handhistories in Foren zu posten. Zumal die Antworten oftmals widersprüchlich sind bzw. man gar nicht die kompletten Rahmenbedingungen in seinen Post reinbekommt. Trotzdem natürlich mit die beste Methode, um sein Spiel zu verbessern.
  • Zu langsam, um odds richtig auszurechnen, zu discounten etc. Dieses Problem dürfte nicht unbekannt sein. Man bekommt es eigentlich nur mit Fleiß in den Griff. D.h. man müsste theoretisch die Hand nachanalysieren und alles korrekt ausrechnen. Wenn man das viele tausend mal gemacht hat, dürfte sich irgendwann das richtige Gefühl einstellen, um so eine Situation auch ohne Rechnerei richtig zu bewerten. Da bin ich aber einfach nicht fleißig genug für.
  • Pokerstove nutzen. Pokerwer? Was ist das? Genau - lassen wir es einfach. Ebenfalls zu faul für.
  • Pokervideos gucken: Öhm.... Ich guck ganz gerne High Stakes Poker mit Farha und Brunson. Das wars aber auch schon.
  • Online Coaching: Sorry, aber gleichzeitig 4 Tische auf Full Tilt FL 0.25/0.50. Da lern ich nix. Macht doch mal ein Coaching mit einem Tisch, wo man viel tiefer auf einzelne Hände oder aber auch die Gegner eingehen kann. Überhaupt immer dieses Multitablen...Multiraken sollten die Erfinder es einfach nennen.
  • Bücher lesen: Hab ich gemacht. Super System von Doyle Brunson sollte reichen. Abgesehen von Spezialliteratur steht im Rest doch meist nur Wiedergekäutes drin. Und die wenigen Neuerungen, z.B. die Zoneneinteilung bei SNG findet man online.
  • (Starting) Hand Charts auswendig lernen. Ich gebe zu, selbst das schaffe ich nicht mehr. Natürlich hab ich mir schon unzähliges an Chartmaterial reingezogen, aber mittlerweile spiel ich da eher "nach Gefühl". Ob ein preflopcall bei FL bei 2 Spielern im Pot, ich in late position mit pocket 3, mathematisch korrekt ist, weiß ich einfach nicht (mehr). Anfangs hatte Strategy ultratighte Starting Hand Charts für FL, mittlerweile sind diese angepasst worden. Da kommt man doch völlig durcheinander. Aber auch ein Beweis, das man alles den Gegnern anzupassen hat. Meine eigene Faustformel: Ihr solltet im Hinterkopf ein übliches Startinghandchart haben, den Rest macht Ihr vom Gegner und von der PFR Rate des Tisches abhängig. Und ehrlich gesagt, bei 5 Spielern im Pot spiele ich jede Hand :-)
Hui, jetzt bin ich aber über meinen eigenen Post erschrocken. Echter Content. Was macht Ihr denn so, um Euer Spiel zu verbessern?


Der Bluff Poser

Bonushuren,

manchmal ertappe ich schlechte Spieler. Ganz schlechte Spieler - so schlecht das man fast geneigt ist, beim einloggen in den Pokerroom zuerst das Sonar nach diesen Spieler auszurichten.
Ein besonderes Exemplar habe ich gestern auf Action Poker kennengelernt. Action Poker - jo da spiele ich immer noch, der Bonus ist zwar abgespielt aber die Gegner sind so mies und der upswing hält an - also warum aufhören.
Ich setze mich an einen der wenigen Tische. Ein paar der Jungs kenne ich bereits (ich mach mir da tatsächlich Notizen mit der Player Notes Funktionalität) und bin frohen Mutes. Rechts von mir ein unbekannter Spieler. Nach ein paar Händen komme ich gegen ihn heads up. Es entwickelt sich ein dicker Pot, den ich auf dem River gegen seine bet folde. Will Euch nicht mit Details langweilen, jedenfalls zeigt der Typ mir seinen stone cold bluff und erntet damit von den anderen Kameraden am Tisch ein bewunderndes "nh". Gut gespielt könnte man da meinen. Aber wieso den Bluff zeigen? Online? Macht doch keinen Sinn. Ich nenne solche Typen "Bluff Poser". Vor allem wenn man sich die Betsequenz anguckt. Reraised preflop mit nix auf der Hand und zeigt nacher den Bluff? Danke schön, gern geschehn, Notiz gemacht und nach ner halbe Stunde hatte ich meine Chips zurück und einen Fisch mehr in der Datenbank. War übrigens einer von der Sorte, die zum Schluss mit 5 Big Bets am Fixed Limit Tisch sitzen und auf Ihr Ende warten. Hallo Jungs- Aufwachen! Short Stack Strategy Fixed Limit gibbet nicht!
Habe diesen Post übrigens mit dem Label "Strategie" versehen, kommt ja nicht oft bei der Bonushure vor :-)


Multitabling Ole - Multitabling Ade ?

Bonushuren,

ich les ja immer von den tollsten Multitablern. 4-8-20 Tische multitablen, alles kein Problem für die Kameraden. Ich geb zu, ich gehör(t)e selber dieser Fraktion an- getreu dem Motto: Mehr Tische = schneller Bonus abspielen. Mehr als 8 Tische gleichzeitig und auch nur über einen kurzen Zeitraum bei Short Stack Strategie sind bei mir allerdings absolut nicht drin. In letzter Zeit habe ich aber auch erkannt, dass nur ein oder zwei Tische spielen durchaus Spaß machen kann. Gründe dafür sind recht einfach:

- Wesentlich bessere Winrate (Wenn man diszipliniert ist und nicht viele Hände aus Langeweile spielt).
- Mehr Spaß: Man kann auch mal ne Runde chatten, Notizen über den Gegner anlegen, Blick auf Pokertracker werfen, moves ausprobieren usw.
- Parallelaktivitäten: Fernsehen, mail, telefonieren, Blogbeiträge verfassen, mit Mutti reden etc.
- Menschliche Bedürfnisse: Muss man mal Pipi/Kacka kann man endlich mal beruhigt in den Sit Out Modus.

Der große Nachteil ist natürlich, dass man Bonusangebote wesentlich langsamer freispielt. Aber - ich z.B. kann dann einfach auch ein Limit mit gutem Gewissen höher spielen.

Zudem guck ich mittlerweile auch nach, an wievielen Tischen meine Gegner gleichzeitig spielen (wäre ne geile Funktion in Pokertracker). Diese Autopiloten spielen ja in der Regel ihren Stiefel runter und sind dementsprechend "leicht" zu durchschauen. Naja, zumindest erkennt man schnell Ihr Standardmoves und merkt z.B. flott an der "Fold to Continuation Bet Rate", ob der Gegner im Robot-Modus ist.

Wie siehts denn bei Euch aus, an wieviel Tischen spielt Ihr gleichzeitig? Kleine Umfrage:




Prospect Theory - Wahrnehmungsverzerrungen beim Poker

Zocker,

heute wage ich mich mal wieder auf das Feld der Theorie. Mir fiel da so ein Begriff ein, den ich seinerzeit im Rahmen meines Studiums bei meiner Ausbildung zum Sesselfurzer öfters gehört habe. Prospect Theorie, auch "Neue Erwartungstheorie" genannt. Ich habe den Begriff mal in google eingeben und siehe da, keine unserer beiden intelligenten Pokerstrategen Plattformen findet sich auf den ersten 4 google-Ergebnis-Seiten. Wikipedia liefert da natürlich mal wieder die beste Erklärung, ich versuche es hier nur kurz zu erläutern und aufs Pokern zu übertragen.
Im Prinzip geht es bei der Prospect Theorie darum, eine Entscheidung unter Unsicherheit zu fällen (soll beim Pokern ja vorkommen) - wobei man dabei sogar noch die Wahrnehmungsverzerrung mit einbaut (soll beim Pokern ja auch vorkommen).
Mathematische Formel: Steht bei Wiki, ich fasse hier vereinfacht zusammen.
Man berechnet den Erwartungswert indem man - ganz klassisch - die möglichen Resultate mit den damit verbundenen Wahrscheinlichkeiten multipliziert. Das ist die gängige Lehre, wie Sie in der Pokerliteratur genutzt wird. Am Tisch hat man ja nicht immer seinen Taschenrechner dabei um alle möglichen implied odds usw. korrekt zu berechnen. Wenn man sehr gut ist, kann man jedoch seine Chancen auch ohne Taschenrechner abschätzen. Und hier setzt die Prospect Theorie ein:
Es kommt nämlich noch ein weiterer Faktor hinzu, der in der gängigen Pokerliteratur nicht berücksichtigt wird. "Die Wahrscheinlichkeits- Gewichtungsfunktion" = Wahrnehmungsverzerrung drückt aus, dass Individuen unwahrscheinliche Ergebnisse überbewerten und mittel- bis hochwahrscheinliche Ergebnisse unterbewerten.

Pokerspieler, die ja in der Regel unter Unsicherheit entscheiden, berechnen also Ihre Chancen zu negativ. Verschenken also Wert. ________________________________________
Werbung:
Die besten Bonusangebote bei Bonushure
________________________________________

Was bedeutet das aber übertragen auf unser Verhalten am Pokertisch? Looser callen, stärker betten, gefühlvoller checken? Ich weiß es nicht, jedenfalls ist der Mensch anscheinend so geeicht, dass er seine Chancen tendenziell zu schlecht bewertet.

Kleines Beispiel gefällig, welches ich schon hundertemal bei SNGs erlebt habe: Wir befinden uns im Endplay, noch 4 Leute am Tisch, also Bubbletime. Blinds bei 200/400. Ein Shorty im small blind puscht seine restlichen 600 All in. Der Chipleader im Bigblind muss also nur noch 400 in den bestenden Pot von 1200 beisteuern, um den Shorty zu elimieren und den Pot zu gewinnen. Hier kann man mit any2 callen. Was macht aber unser Chipleader? Er foldet! Klarer Fall von Angst vorm gewinnen, der Verlust von 400 Chips wird viel stärker gewichtet als der der Gewinn von 1200 Chips.

Kleiner Tip: Vergesst doch einfach mal die Analyse angeblicher Key-Hands, mit denen Ihr ausgeschieden seid. Nehmt Euch einfach mal die Turnierhände vor, wo Ihr einer Konfrontation aus Angst vorm Verlieren aus dem Weg gegangen seid.

Die Push or Fold Strategie basiert teilweise auch auf dem Ausnutzen dieser Verhaltensweise. Durch einen Push setzt man dem anderen die Pistole auf die Brust. "Seh her, jetzt kannst Du eine ganze Menge Chips verlieren, ich fühle mich stark".

Freue mich auf Eure Kommentare.


Kostenloses Startkapital auf Pokerstrategy

Bonushuren,

ich habe länger nichts mehr für die Einsteiger unter Euch empfohlen. Also, für alle Pokerneulinge oder diejenigen, die Ihr Geld bisher sinnlos verballert haben empfehle ich hiermit kurz und bündig nur einen einzigen Anbieter zum Pokern lernen: Pokerstrategy! Eine ausführlicher Erklärung der Gründe findet Ihr im ersten Teil der Serie: "Wie werde ich eine erfolgreiche Bonushure".

Für alle Neulinge gibt es über Pokerstrategy aktuell 4 Pokerräume, bei denen Ihr 50$ kostenloses Startkapital erhaltet: Das sind Full Tilt Poker, Titan Poker, Party Poker und Poker Stars. Ich empfehle jedem, bei mindestens einem der oben genannten Räume einen account über Pokerstrategy zu eröffnen (link zur Anmeldung). Wie das Geschäftsmodell von Pokerstrategy genau funktioniert könnt Ihr hier nachlesen.

Und bevor jetzt wieder die üblichen Flames in den Kommentaren kommen. JA - es gibt auch noch andere Pokerschulen/Institute/Akademien/Intellipoker usw... In meinen Augen bietet Pokerstrategy allerdings die mit Abstand qualitativ besten Inhalte, das beste Livecoaching, die umfangreichste Videoausbildung und die größte Onlinecommunity. Und das mittlerweile nicht nur deutschsprachig, sondern sogar weltweit.


Pokervideos als Lehrmaterial

Hallo Pokerjünger,

zum Wochenstart gibt es eine kleine Aufzählung der mir bekannten und wohl ernstzunehmenden Pokerlehrvideo-Anbieter, verbunden mit der Umfrage, welche Ihr davon nutzt.



Anbieterlinks:
Ich habe die deutschen Anbieter zuerst aufgeführt, da ich denke, dass die Sprachbarriere nicht ganz unerheblich für die meisten von Euch ist. Falls ich dort jemand ernstzunehmenden übersehen habe, bitte kommentieren.
Bei den englischen sollen wohl leggopoker und deucescracked gut sein. Eine richtige Übersicht, welcher Anbieter jetzt Favorit ist, habe ich im Netz noch nicht gefunden. In den einschlägigen Pokerforen, findet man dort auch nichts wirklich erhellendes. Vielleicht können wir hier ein bisschen Licht ins Dunkel bringen- falls jemand also kurz zu einem Anbieter kommentieren möchte: Sehr gerne!








Advanced Short Stack Strategy

Pokerstrategen,

hochqualitativer Content bei der alten Bonushure:

Short Stack Strategy (SSS) für Fortgeschrittene

Als Bonushure ist die SSS der schnellste und sicherste Weg, einen Bonus zu clearen. Im Lauf meiner Bonusjägerkarriere habe ich allerdings ein paar Anpassungen vorgenommen, die ich mit Euch teilen und auch diskutieren möchte.

Annahme:
1. Mittlerweile haben auch die absoluten Vollfische begriffen, dass man bei der Auswahl seiner Starthände selektiv sein sollte.
2. Ein Teil der Spieler kennt die Shortstackstrategie bzw. spielt selbst danach
Diesen beiden Umstände machen wir uns zu Nutze.

Womit wir schon beim ersten Punkt wären: Der Artikel ist für Fortgeschrittene! Probiert die folgenden Empfehlungen nicht aus, wenn Ihr Euch bei der traditionellen SSS noch nicht hundertprozentig sicher seid. D.h. Ihr beherrscht die Grundlagen im Schlaf und seid bereits durch die tiefen Downswingtäler gewandert, die auch diese Strategie hinterlässt. Ihr solltet einigermaßen Tilt-resistent sein. Als Short Stack Spezialist muss man nämlich vor allem eine Tugend mitbringen: Demut. Es ist einfach so, dass Ihr die Hälfte Eurer Coinflips verliert. Und Coinflips sind nunmal ein elementarer Bestandteil der SSS.

Das Konzept:
Die inhaltliche Erweiterung der SSS ist relativ einfach beschrieben: Texas Holdem ist ein Kampf um die Blinds und bei der traditionellen SSS kommt dieser Kampf zu kurz. Mein erweitertes Konzept der SSS beruht also darauf, oft die Blinds zu klauen. Der Grundgedanke dahinter ist folgender. Mittlerweile kennt jeder Vollhonk die SSS und das gilt es auszunutzen. Wenn jemand mit relativ kleinem Stack einen raise ansetzt, sind sich sehr viele Spieler darüber bewusst, dass ein SSS Spieler am Tisch sitzt. Sie erwarten von uns eine starke Hand --> Oft werden sie deshalb folden.

Mathematische Grundlage:
Wenn Euer Blind-Steal bei einem Standard- vierfach big blind raise durchschnittlich bei ca. 2,5 von 4 Versuchen klappt, seid ihr automatisch schon im Gewinner- Bereich.

Auswahl des Pokerraums:

Wie oben bereits erwähnt müsst Ihr bei ca. 2,5 von 4 Versuchen erfolgreich blinds stehlen. Das ist bei den ultratighten Pokerstars und Partypoker Limits durchaus realistisch. Auf Everest Poker bspw. funktioniert diese Strategie allerdings weniger gut. Guckt Euch bei dem Pokeranbieter Eurer Wahl einfach die Players/Flop Rate in der Lobby an. Bei einer Players/Flop Rate größer 30% solltet Ihr die Strategie nicht anwenden.




Anwendung:
1. Wie oft: Versucht in mindestens jeder zweite Runde einmal die Blinds zu klauen.
2. Position: Je später je besser, d.h. aber nicht, dass Ihr unbedingt im Button sitzen müsst. Middle Position ist genauso gut.
3. Auswahl geeigneter Spots: Wichtig ist, dass maximal ein limper vor Euch in die Hand eingestiegen ist. (Am besten einer von diesen Set-Minern, d.h. Big Stack Strategie Spielern, die mit Pocket Pairs auf den Drilling hoffen. Diese Jungs vertreibt Ihr mit einem Raise immer !
4. Auswahl der Starthände: Hier gibt es ganz eine weite Range. Eigentlich ist die Starthand egal, wir wollen ja nur die Blinds klauen. Trotzdem sollte man mit 7 2 off am Button den Steal sein lassen. Sämtliche Connectors, two gappers und Bildkarten mit suited Beikarte sind aber locker drin. Feel free to experiment.
5. Laydown Fähigkeit notwendig: Es soll vorkommen, dass der Gegner Euren raise und evtl auch die Contibet locker mitgeht. In dem Fall habt Ihr bereits die Hälfte Eures Short Stacks im Pot. Trotzdem ist es wichtig, dass Ihr jetzt nicht mehr nachlegt. In der Regel seid Ihr geschlagen, also fold. Da die Gegner diese Fold sofort registrieren mach ich oftmals auch folgendes: Einfach den timer runterlaufen lassen und auf autofold warten, dann sieht es so aus, als wäret Ihr disconnected, beschäftigt oder sonstwas. Bei manchen Anbieten gibt es sogar eine Disconnect Schutz, der Euch mit dem aktuellen Pot All In gehen lässt. Nicht die feine englische Art, aber man muss nehmen, was man kriegt.
6. Das Blind klauen nicht übertreiben: Angenommen, Ihr habt bereits ein paar mal die Blinds abgeräumt, macht einfach mal zwei Runden Klaupause. Das tighte Image gilt es zu bewahren!

Verschiedene Anwendungsfälle:


1. Gegner callt euren preflop raise, Ihr verfehlt den Flop. Wenn Ihr dann Position habt und der Gegner nicht setzt, kommt die Contibet mit 2/3 Potgröße zum Einsatz. Das reicht in der Mehrzahl der Fälle !
Falls der Gegner Eure Contibet callt oder Euch gar checkraised --> Vergesst die Hand und verabschiedet Euch von der Hälfte Eures Shortstacks und reloaded.
2. Gegner raist Euren Stealversuch --> Fold, hier habt Ihr nichts mehr zu suchen.
3. Gegner foldet auf Euren Stealversuch --> Alles Palletti, so solls sein!

Vorteile:
  • Falls der Gegner doch mal callt habt Ihr zusätzlich die Chance auf dem Flop zu treffen oder den Gegner mit einer Contibet zur Aufgabe zu zwingen.
  • Wenn Ihr länger an einem Tisch sitzt, wird der ein oder andere Gegner natürlich auf Eure loose Strategie aufmerksam. In dieser Gefahr liegt auch gleichzeitig eine Chance. Solltet Ihr tatsächlich mal ein starkes Blatt haben, bekommt Ihr öfters einen Caller. Ich mache es immer so, dass ich am Anfang verhältnismäßig loose am Tisch spiele - die Gegner geben mir durch den kleinen Stack automatisch ein tightes image. Mit zunehmender Spieldauer werde ich immer tighter. Irgendwann kommt schon der richtige Moment.
  • Dadurch, dass Ihr oft die Blinds klaut, müsst Ihr seltener die lästigen kleinen Reloads vornehmen
  • und nicht zuletzt: Man spielt mehr Hände = mehr Spaß
Bin auf Euer Feedback gespannt!