Bonushure golft und die Platzreife wird einem geschenkt.

Ich golfe jetzt - jaja, ich weiß Midlife Crisis und so. Allerdings gibt es da eine Sache zu erläutern: Wenn man mal die kleine Kugel richtig trifft, ist das ein halber Orgasmus! Was in meinem Alter so schlecht nicht ist, denn den richtigen Orgasmus bekommt man ja ebenfalls nur seltenst hin :-)

Aber was wollte ich eigentlich schreiben: Das Ziel eines jeden Golf-Anfängers ist natürlich die Platzreife, d.h der Führerschein für Golfer, mit dem auf den Golfplatz kann. Eine gaaaanz schwierige Theorie und nachher noch die praktische Prüfung auf dem Golfplatz bestehen, schon hat man Handicap 54 und ab gehts.

Dachte ich...

Es kam anderes. Ich hatte mir von meinen mühsam ersparten Bonusdollars nämlich einen richtigen, tollen Golf-Pro gegönnt. (Pro heißen übrigens alle Golflehrer, die in einem Golfclub unterrichten. Ich dachte ja ursprünglich, dass wären Profispieler :-) ) Ich hatte  Einzelstunden gebucht, was ich jedem nur empfehlen kann, wenn der Golfschwung nachher nicht wie der von Lieschen Müller aussehen soll.. Der Bursche sollte mir innerhalb von wenigen Stunden also die gesamte Kunst des Golfens erläutern. Tat er auch, er ist ein guter Golflehrer, allerdings nicht ohne ans Geschäfts zu denken:
Ich hatte im Vorfeld vereinbart, dass in dem Betrag x alles drin sei, Platzreife, Gebühren etc. Wie unter Golfmännern üblich, wurde der Deal mit Handschlag besiegelt.

Ich komme zur ersten Stunde..."ah Grüß Dich BH - musst erstmal Bälle ziehen gehen, 3 Euro 30 Stück" ??? Dann hab ich den Fehler gemacht und die Bälle geholt, statt einfach auf den All inklusive Deal zu verweisen. Naja, denke ich mir..pro Stunde 30 Bälle- ach bei der ganzen Kohle drauf geschissen.
Zweite Stunde: "Du weißt ja, dass Du bei jeder Stunde auch noch die Rangefee (Gebühr für den Übungsplatz) bezahlen musst, Spezialpreis- nur 5 fünf Euro, weil Du bei mir bist". Ich gucke wohl schon leicht hasserfüllt. Darauf er:" Brauchst auch nicht bezahlen...ich sag nix!". Na immerhin, innerlich denke ich mir, dass ich einfach dem Platzbetreiber irgendwann stecken werde, was sein Golfpro alles so treibt, denn spätestens jetzt war mir klar, dass der Kerl in die eigene Tasche wirtschaftet.
So vergingen die Stunden. Ich übte schöne Schwünge und mein Pro war ziemlich nett und verdammt lustig. Hab mich auch nicht groß geärgert über die kleinen Extra Gebühren geärgert, bin ja schließlich zum Spaß da. Allerdings fragte ich mich, wann ich denn endlich mal ein paar Regeln lerne.

Kurz vorm Ende meiner vereinbarten Trainerstunden fragte ich den Trainer, wie das denn so läuft mit der Platzreife. "Ja, da musst Du im Club nen Theoriekurs machen für 30 Euro, dann gehen wir auf einen richtigen Golfplatz (60 Euro Fee) und dann stell ich Dir die Platzreife aus." Jetzt war ich doch pissed. "Nö, ich hab mit Dir einen All Inklusive Vertrag". Er jammert noch ein bisschen rum aber merkt wohl, dass meine unfreundlicher Gesichtsausdruck nichts Gutes für seine Karriere als Golfpro bedeutet. Nächste Stunde komme ich an und mein Trainer drückt mir freudestrahlend die Platzreife in die Hand: "Hier, die wolltest Du doch unbedingt haben. Hab ich einfach ausgestellt".

Mein Name ist drauf und ein Stempel vom Golfclub mit Unterschrift des Geschäftsführers. (Zumindest steht da in Druckbuchstaben der Name des GF und drüber ist ein Gekrakel). Hab ein bisschen im Bekanntenkreis recherchiert und da hatte einer ne Plastikkarte, wo Platzreife draufstand, die anderen hatten aber so kleine Urkunden, wie man sie von den Bundesjugendspielen kennt, ein  einheitliches Muster war jedenfalls nicht zu erkennen. Sprich, das Ding ist nix offizielles, sondern einfach nur ne kleine Verarsche.

Mal im Ernst: Ich musste keine Sicherheitsregel lernen (Was ich fahrlässig finde, dass ist schon wichtig), keine Golfregel aufsagen (drauf geschissen), geschweige denn irgendeinen Golfschlag zeigen. Die Platzerlaubnis häng ich mir jetzt aufs Klo.
Wenn ihr übrigens an ein paar kleinkriminellen Tips interessiert ist, wie man günstigst an eine Top Mitgliedschaft in einem renommierten Golfclub kommt oder wie man sich kostenlos Golfschläger organisiert, einfach Feedback in den Kommentaren, dann schreib ich noch nen zweiten Teil.


Poker-Skandal - Tekintamgac - Dimov - in einem Bonushure Sonderbericht

Zocker,

da zieht man sich ein paar Tage aus der objektiven Berichterstattung zurück und schon passieren die dollsten Dinger. Solche Hammer Story hat es seit dem guten Hassan nicht mehr gegeben! Bonushure sortiert die turbulenten Ereignisse der letzten Tage und verlinkt hier in gewohnt exklusiver Qualität auf alle relevanten news.


Skandal 1:
Der Spieler Ali Tekintamgac (AT) wird bezichtigt, im ein oder anderen Turnier (WPT Barcelona, IPT Venedig, EPT Tallinn und Cashgame (Casino Kings - Tschechien) durch Manipulation das Preisgeld/den Sieg erreicht zu haben. Auch dem Spieler Perica Bukara wird in diesem Zusammenhang der gleiche Betrug vorgeworfen. Der Einfachheit halber konzentriert sich die Berichterstattung aber auf AT.

Die Anschuldigung:
  • Turnier: Bei mehreren Turnieren ((WPT Barcelona, EPT Tallinn, Partouche Poker Tour) soll AT mit Hilfe von Komplizen, die als "Journalisten" (Blogger der Seite PokerbOOm.eu) am Tisch anwesend sein durften die Karten der Gegner ausgespäht haben. Der Komplize stand hinter dem Opfer, hat ihm in die Karten gespinxt und AT anschließend per Bauerntrick die Karten mitgeteilt. Hier das oft zitierte "Beweisvideo": Sekunde 32
  • Bei einem weiteren Turnier an dem AT am Tisch saß beschwert sich ein Spieler über ein markiertes Ass. AT neben diesem Spieler rutscht daraufhin auf seinem Stuhl hin und her.Video: Minute 14 
  • Cashgame: Der Casino Betreiber des Kings Casinos in Tschechien erläutert, wieso Tekintamgac in seinem Casino gesperrt wurde.
  • Mehrere anonyme Kommentare in verschiedenen Online Portalen berichten von angeblichen Komplizen des Spielers AT auch in anderen Casinos. (sinngemäß: "AT rannte immer mit nem dicken Kumpel rum, der rumstand und irgendwann Casinoverbot erhalten hat")

Verteidigung des Beschuldigten:
Der Spieler AT verteidigt sich in einem telefonischen Interview, dass er angeblich im Auto gibt, gegenüber dem Online Magazin Pokerfirma. Die Reaktionen in den Kommentaren sind gespalten.

Stand der offiziellen Ermittlungen: Der Spieler wurde wohl für Pokerturniere und Casinos gesperrt, darüberhinaus  ist nichts bekannt.



Skandal 2:

Der Spieler Dejan Dimov (DD) soll bei der Full Tilt Million Euro Challenge 2009 durch einen manipulierten, erhöhten Chipstand die Veranstaltung gewonnen haben.

Die Anschuldigung:
In einem Interview mit Hochgepokert erläutert ein damaliger Dealer der Full Tilt Challenge (Ersin Burun), dass er dem Spieler Dejan Dimov Chips vor dem Final Table zugesteckt hat.

Reaktion der Betroffenen: In einer offiziellen Stellungnahme räumt Full Tilt Unregelmäßigkeiten ein und verspricht, die Ermittlungen wieder aufzunehmen.

Ich hoffe, ich hab das wesentlichste kurz und knapp zusammengefasst. Bei den ganzen Informationen im Internet verliert man doch den Überblick.

Zwischenfazit:

Es ist wie überall im Leben. Da wo viel Geld im Spiel ist, wird auch beschissen. Dazu bedarf es derer, die bescheißen und derer, die beschissen werden. Fakt ist: Falschspiel gibt es schon seitdem es Glückspiel gibt und jeder, der in ein Casino zum Pokern geht bzw. an einem EPT Turnier oder auch einem Wald-und Wiesen Freeroll teilnimmt sollte wissen, dass ein Leichtes ist, betrogen zu werden. Die Verdachtsmomente gegen die Beschuldigten sind meines Erachtens rechtlich nicht haltbar und die ganze Sache wird sich in ein paar Wochen in Luft auflösen.
Falls noch einer einen interessanten link hat, bitte kommentieren. Insbesondere die Videos sind ja aufschlussreich.

Ich hatte vor dem Freistoß ein gutes Gefühl...

Hier war mal ein Fußball Fan Video, welches aber von der DFL gekickt wurde. Bin verwundert, dass man noch nichtmal mehr wackelige Handyvideos aus dem Fanblock online stellen darf.

Weisheit des Tages:

Fußball > Poker



PS: Dafür zünde ich zur Strafe am Samstag ein paar Bengalos an!