Wieviele Pokerprofis gibt es in Deutschland?

Zocker,

wieviel Pokerprofis gibt es in Deutschland? Das frage ich mich immmer wieder, wenn ich die einschlägige Berichterstattung durchblättere.

10? 1000? oder sind es mittlerweile 1000nde?

Mittlerweile bezeichnet sich ja jeder als Pokerprofi, der:
  • die Hauptschule nicht geschafft/geschafft hat
  • gerade das Abitur macht/gemacht/nicht geschafft hat
  • studiert
  • Fußballprofi war (ne, den Krause mein ich nicht)
  • Hartz IV bezieht
  • Internetzugang hat
Mal im Ernst, unter einem Profi verstehe ich jemand, der vom Pokern leben kann. Und damit meine ich mehr als ein paar 1000 dollar im Monat (und auch länger als einen Monat):
  • Er sollte erfolgreich sein.
  • Er sollte auch eine Familie ernähren können - wahlweise ne gute Freundin/Porsche - Kohle fürn Puff haben.
  • Er sollte was für die Rente zurücklegen.
  • Er sollte zumindest ein erfolgreicher Online Spieler sein /Er sollte zumindest ein erfolgreicher Cash-Game Spieler sein.
  • Er sollte auch mal ein halbes Jahr krank sein können, ohne zu verarmen.
  • In 6 Monaten sollte man sich an Ihn zumindest für weitere 6 Monate erinnern können.
Sorry für das "Er" - gilt natürlich auch für "Sie".

Wenn ich heute so lese, wer alles Pokerprofi ist, lach ich mich kaputt. Jeder Doof, der irgendwann mal online dreieurofünfzig gewonnen hat, bezeichnet sich als Profi. Das ist doch ein Witz! Und dann gibt es noch die Vielspieler, die sich so gerade über Wasser halten können. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei Pokerstrategy Black Member gibt, die gerade so das rake schlagen und kaum davon leben können. Man, unter einem Pokerprofi verstehe ich einen Doyle Brunson oder Gus Hansen, von mir aus auch einen Sebastian Ruthenberg.

Falls sich jetzt jemand angegriffen fühlt: Warum stecken diese "Profis" immense Zeit in Blogbeiträge, Internetseiten, Pokerforen und Pokerzeitschriften, wenn es doch tatsächlich so einfach ist, mit Poker spielen sein Geld zu verdienen? Geht doch einfach ab ins Casino oder zu Pokerstars und zockt frisches Geld ab, lol.

Und bitte verwechselt das nicht mit einem Zocker, dass ist nochmal was Anderes. Wobei Pokerprofi und Zocker sich gegenseitig nicht ausschließen.

Hm...hab den Post schon vor 10 Tagen geschrieben, im nachhinein finde ich den nicht so besonders, klingt so ein bischen frustiert - naja egal - to discuss.


Kommentare:

  1. Für mich ist der Sieger einer WSOP noch längst kein Profi. Und genausowenig müssen Profis bekannt sein.

    Im Prinzip gilt für mich die Wikipedia Definition.

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  2. Deine Ausführungen sind an Naivität und Unwissenheit nicht zu überbieten.

    Selbst jemand der NL50 Profi ist, und damit konstant und dauerhaft seinen Lebensunterhalt verdient, wird von mir respektiert.
    Er ist sein eigener Chef und ein freier Mensch.
    Das ist weitaus besser, als wenn er sich für wenig Geld in der Wirtschaft versklavt.

    Was die "Strategen im Strampelanzug" angeht stimme ich im großen und ganzen mit den Ausführungen von Eddy Schaaf überein.
    Oft ist das Niveau was einen auf menschlicher Ebene begegnet ein "Witz"

    - Leraner -
    www.leraner.blogspot.com

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  3. NL 50 Profi? Gibt es nicht :-) Das Problem ist doch folgendes - klar kommt manche damit irgendwie über die Runden - aber... das hat doch keine Zukunft. Keine Ausbildung, keine Perspektive außer die Hoffnung auf einen Turniergewinn.
    Und definitiv ist es besser sich in der Wirtschaft "versklaven" lassen. Da zahlt man noch ein bischen Steuer, trägt was zur Rente und zum Gemeinwohl bei.
    Und was Eddys Post mit meinem zu tun hat...bleibt Dein Geheimnis.

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  4. Ach, hab gerade auf Deinem Blog gelesen, dass du 20K bei Stars gemacht hast. Glückwunsch!

    Aber das ist doch genau der Grund,warum Du Dich hier so echauffierst. Da haste einmal Glück und denkst, das geht so weiter. Bist Du jetzt Pokerpro? Gefährlich das ist!

    Und nimm mal den Schrottbonus rechts aus Deiner Leiste, den kann man ja keinem empfehlen...

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  5. Einer deiner schwächsten Artikel.

    Ich habe noch nicht mal verstanden was jetzt dein Problem ist. Dass es Leute gibt, die sich als "Pros" darstellen und einen auf dicken Max machen, oder was?

    Na und? Is doch egal! Oder nicht? ;)

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  6. Nein, ich spreche aus Erfarung, da ich bereits ab NL50 davon gelebt habe. Und es gibt auch einige andere welche dies gerne tun.
    Pokerpro bin ich übrigens seit 2 Jahren und passe ganz und gar nicht in das von der angesprochene Bild.

    Wenn du der Meinung bist, das es besser ist, sozialversicherungspflichtig zu arbeiten, um immer weiter steigende Steuern zu bezahlen, glaubst du sicherlich auch, das mehr Sicherheit mehr Freiheit bringt.

    Ob deine Beiträge zum Gemeinwohl oder doch eher den Zentralbanken und Großaktionären zukommen lasse ich hier mal offen. Es lohnt sich aber sich mit diesem Thema zu befassen.

    Wir können uns hier gerne über unseren Staatshaushalt, über Zentralbanken, über die Macht des Kaptials, über eine Konzerndiktatur etc. unterhalten, nur glaube ich das ich der einzige von uns beiden bin, welcher zu diesem Thema etwas sagen kann.

    Zu deiner Seite kann ich nur sagen, gute idee für Leute die mit dem Pokern anfangen wollen.
    Du scheinst selbstständig zu denken . Aber gerade deswegen kann ich deine Meinung und den damit verbundenen Angriff mir gegenüber weniger verstehen.

    Desweiteren möchte ich dir sagen, das Glück und Poker relativ wenig miteinander zu tun haben, es geht um Erwartungswerte. Damit solltest du dich auskennen.

    Vielleicht helfen dir diese Tipps, das du nicht ewig auf die Bonusangebote der Anbieter angewiesen bist :-)
    Letzter Post von mir :-)
    Viel Erfolg

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  7. @anonym: Natürlich kann sich jeder selber als Pro darstellen. Viel schlimmer finde ich aber, wenn selbst auf den "seriösen" Seiten von Pokerpros gesprochen wird, wo die Burschen gerade mal den ersten Samenerguss hatten, seid 6 Monaten pokern und nen Upswing haben. Das nervt einfach.

    @Leraner:
    Jo, dann zahl halt keine Steuern. Was machste mit Deiner Krankenversicherung? Soll das der Staat übernehmen? Was ist mit Deiner Schulbildung? Wer hat die bezahlt oder haben Deine Eltern Dich auf eine Privatschule geschickt?
    Und warum gibst Du mit Deinem "Wissen" über Volkswirtschaft an? Was hat das mit meinem Thema zu tun?
    Glück und Poker haben sehr wohl etwas miteinander zu tun. Sprecht mal nicht immer von Erwartungswerten - diesen Begriff hat die Pokerindustrie schön ausgewurstet. Nimm stattdessen den Begriff Zufall - auch ein schöner Begriff aus der Statistik.

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  8. hallo.

    möchte mich auch mal hier zu wort melden. also schon krass das man damit schon fast ein streit vom zaun brechen kann.
    nun mal was zum leraner. verfolge seinen blog kosntant seit etwa 1 jahr.und man kann schon behaupten das er ein pokerpro ist. so konstant wie er spielt und stetig diese hohen gewinne macht. respekt und hut ab. das zeigt das er vom pokern ahnung hat. und das kann kein zufall sein. und wie er sagte .poker ist kein glücksspiel . da geb ich ihm voll recht. ist ein gedulds- und erwartungsspiel. oft spielt man wohl seine hände seinem erwartungswert nicht richtig und sucht dann die schuld irgendwo.
    und warum sollte man von nl50 nicht leben können?????? . spielt das limit ne rolle ???? nein denke ich nicht. da ich mal ne wette zwischen 2 leute beobachten konnte wobei es darum ging das der eine der normal nl 100,nl 200 sonst spielt gesagt hat er verdient auf den micros sprich nl 10 mehr als der andere mit arbeit . und das sollte er 2 monate beweisen. ende vom lied waren das er in beiden monaten deutlich über 2800 euro gewonnen hatte. und das sagt dann schon einiges denk ich mal.
    desweiteren . was jucken einen sozialversicherunge , krankenversicherung und der schrott mit wer hat die schule bezahlt. was für ein schwachsinn.
    kann mir ein gewerbe anmelden und versichere mich privat. und das noch günstiger. wo ist das prob?
    und wenn ich schon den scheiss mit rente höre. was für schrott. machne leute denken wohl immer noch von heute auf rente. was für bullshit. oder hat jemand von euch garantie das es die dann überhautp noch gibt? nein also.
    und denke nicht das pokerpro so blöd sind und sich nix auf die seite legen. und im ernst. ich wäre der erste der mitm leraner tauschen würde. sofort!!!!!!!!!
    lieber 7 std am tag poker mit so nem profit als 7 std in der firma hocken mit dem lohn der grad für die standard ausreicht . seit doch ehrlich. seit dem euro macht man nicht mehr so viele sprünge mit seinem lohn.
    und was ist ein pokerpro denn???
    in meinen augen jeder der davon leben kann. und da reichen wohl ca.3000 euro im monat aus.
    manche haben da ne vorstellung von pokerpro. wahnsinn. und was fürn schrott ist das.

    zitat:
    Er sollte auch eine Familie ernähren können - wahlweise ne gute Freundin/Porsche - Kohle fürn Puff haben.

    familie ernähren kann man im normalfall mit seinem normalen lohn.was bei den meisten auch hinhaut. und nun das porsche haben. loooooooool
    klingt ja wie standard wie das mit dem ernähren.
    für jeden ist halt pokerpro was anderes. wenn die leute ne garantie hätten das sie mit pokern das mindestens gleiche bezahlen können wie jezt mit ihrem job , hätte ich mal gern gesehen wiviele noch zur arbeit gehen.

    cu

    vertexer.blogspot.com

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  9. Ich frag mich manchmal echt.

    Das Pokereinkommen wird direkt mit den Top 1% der deutschen Einkommen verglichen oder was?

    Wenn man als Maurer 1000€ Netto macht kommt man damit über die Runden, als Pokerprofi würden aber 2000€ niemals reichen um Profi zu sein?

    Als Pokerprofi muss man nämlich Millionär sein und daher würde selbst der Vergleich mit einem renommierten Proffessor hinken oder wie ?

    Und natürlich muss der Pokerprofi auch nen Porsche fahren, nen Fiat würd ja obv nicht reichen.

    Ziemlich schlechter Blogeintrag, sry ;)

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  10. Pokern bringt im allgmeinen keinen gesellschaftlichen Nutzen. Es ist weder eine Dienstleistung, die von positivem Nutzen für andere ist, noch produziert man irgendwelche bleibenden Sachwerte. Gesellschaftlich gesehen ist ein Maurer wertvoller für die Gesellschaft, der neue Werte schaffft, als ein Pokerspieler, der nur das im Pokerspiel befindliche Geld umverteilt.

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    1. Vielleicht interessiert es einige ja gar nicht, ein "Nutzen" für die Gesellschaft zu sein! So wie mich z.B.?

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  11. @ andre : sehr guter Beitrag

    @ Der Begriff /Professionell setzt meiner Meinung nach schon voraus, das man an die Zukunft denkt, private Rücklagen außerhalb der Bankroll bildet, privat Krankenversichert ist ( was sich übrigens lohnt ), und für die Rente vorsorgt ( und damit meine ich nicht Beitäge an die Rentenversicherung abzuführen )

    Das viele junge Menschen nach dem ersten erfolgreichen Mtt Profi werden wollen /werden, ist in den meisten Fällen natürlich utopisch und nicht genügend durchdacht.

    Wenn aber jemand jeden Monat die gleiche Anzahl von Händen spielt, und somit auch +/- 20% immer das gleiche Einkommen hat, dann frage ich, warum z.B. ein Verdienst von 2500€ im Monat mit Nl100 schlechter sein sollte als ein schlecht bezahlter Job in der freien Wirtschaft. ( Und wenn schon 2500€ nicht schlechter sein können, dann kann es ein angemessender Verdienst als Profi erst recht nicht sein. )

    Die Jobs in der Wirtschaft sind übrigens immer schlecht bezahlt, wenn man Angestellter oder Arbeiter ist, unabhänig davon wieviel man netto verdient.
    Das hängt damit zusammen, dass das Unternehmen für welches man arbeitet, trotz horender Abgaben an den Staat an seinen Arbeitern noch Gewinne machen muss.
    Wenn das nicht so wäre würde das Unternehmen ihn nicht beschäftigen.

    Wenn also jemand verdienen will was er verdient, muss er sich selbstständig machen. ( Muss ja nicht als Poker - Pro sein - Aber dennoch als Pro in welchem Bereich auch immer )

    Gruß Leraner
    www.leraner.blogspot.com

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  12. Hi Bonushure,

    Dein Post ist super. Bitte mehr davon. So wie hier einige Herrschaften angeschosen whinen, hat Dein Schuss gesessen.

    Leraner, bitte bleib beid em was DU kannst Pokern, darüber werde ich Dir nix erzählen. Erzähl Du bitte auch nichts über das Unternehmertum. Ich bin einer und denke erstmal an die, die bei mir Arbeiten. Ich finde es zum kotzen wenn ein Schnösel der an der Uni oder sonstwo sich ein bisschen was angeeigtnet hat, sich das Recht rausnimmt zu wissen wie ich ticke. Bleib mal auf dem Teppich.

    Es grüßt

    Toxic

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  13. Mein lieber Freund Toxic, "wie soll ich denn wissen wie du tickst"?
    Davon war nie die Rede, also lass uns über Dinge diskutieren, die wir auch wirklich gesagt haben und nicht versuchen dem anderen das Wort im Mund umzudrehen.
    Einverstanden?

    Ich war vorher auch Selbstständig, wir leben nun einmal im Kapitalismus, ob wir es wollen oder nicht ist eine andere Didskussion.

    Wenn man Unternehmer ist, ist es zwangsläufig so, das man die Idee hat auf Kosten seiner Arbeiter zu Wohlstand zu gelangen.
    das ist die Idee des Kapitalismus, so funktioniert das hier, gefressen oder gefressen werden.
    Jeder hat die Wahl ;-)

    Poker ist nichts anderes als Kapitalismus.
    Die Schwachen werden ausgebeutet und die Starken ; in diesem Fall die Intelligenteren profitieren.

    Das dieses System unmenschlich ist, davon bin ich überzeugt, es ändert aber nichts an den Tatsachen ...

    Das du trotzdem zuerst an deine Arbeiter denkst ( das glaube ich dir einfach mal ) finde ich super, mehr davon, du hast ja schließlich sein soziale Verantwortung.

    Achso noch ein Wort zu deiner Interpretation "So wie hier einige Herrschaften angeschosen whinen, hat Dein Schuss gesessen."
    ...

    Ich diskutiere gerne, es bringt beide Gesprächspartner durch einen Ideenaustausch voran.
    Geweint wird in Diskussionen generell nicht, nur im Streit.
    Aber wir wollen uns hier doch nicht streiten sondern Ideen austauschen; oder?

    Gruß Leraner

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  14. Hui, freue mich - dass hier eifrig diskutiert wird.

    Wir entfernen uns zwar alle ein bischen vom ursprünglichen Post - eigentlich wollte ich nur ein bischen die ganzen Möchtegern Pros hinterfragen - mittlerweile sind wir allerdings bei einer schönen Diskussion über den Beitrag eines Pokerprofis zur Volkswirtschaft angekommen:

    Grundsätzlich zahlt ja jeder in Deutschland Steuern, ob er will oder nicht. Umsatzsteuer, Spritsteuer etc.

    Ich habe auch nix gegen Leute, die vielleicht Studenten sind/ von Hartz IV leben, kostenlos krankenversichert sind und nebenbei fett beim Pokern abräumen. Denke, dass ist ein vorrübergehendes Phänomen und wir reden hier von einer überschaubaren Personengruppe.

    Widerspreche allerdings Leraner,der Poker ganz einfach mit Kapitalismus vergleicht. Beim Pokern (generell beim Spiel) werden keine bleibenden Werte erschaffen (Sieht man mal von ein paar Arbeitsplätzen bei Intellipoker, Pokerstrategy ab.) Aber OK, die Fußball-Bundesliga erzeugt auch keine bleibenden Werte und da stellt keiner solche Fragen...

    Irgendeiner hat geschrieben, 3000 Euro würden locker als Profi ausreichen. Da lach ich mich kaputt: Ich zähle mal auf, was man so als Familienvater mit zwei Kindern davon berappen müsste:

    - Wohnung: Nunja, sagen wir mal Ihr wohnt bescheiden in einer Vierzimmerwohnung in einer nicht so einer feinen Gegend und spart ordentlich beim Strom und den Heizkosten. --> 800/ Monat Euro warm
    - Auto: Braucht man natürlich nicht, aber ich unterstelle mal einen preiswerten Ford Kombi, der niemals einer Reperatur bedarf --> 200 Euro/ Monat
    - Krankenversicherung: Tja, jetzt wirds leider teuer. Euch selbst/ Eure Kinder müsst Ihr Privat versichern lassen. Wenn man 20 Jahre ist, kostet das nix. Wenn man 35 Jahre ist, kostet das locker 600 Euro im Monat. Und mit Euren 3000 Euro seid Ihr noch gar nicht in der Liga, wo die privaten Krankenversicherer einen akzeptieren.
    - Essen Kleidung: Na OK, Ihr geht zum Aldi und zu H&M --> 400 Euro im Monat.
    - Rente: Damit Ihr nachher im Alter auch noch was zu fressen habt, solltet Ihr schon 300 Euro im Monat weglegen.
    - Berufsunfähigkeit: Setze ich mal mit 50 Euro an
    - Zeitung, Telefon, Internet: 50 Euro (Spartarif!)
    - Lebensversicherung usw. verzichtet ihr drauf. Wenn Ihr Hops geht, haben alle andern Pech.
    - Kindergartenbeitrag: Da Ihr ja eh nix als Einkommen angebt- wird das von Vater Staat übernommen. Frage mich zwar, wie Ihr das hinbekommen wollt, aber egal...

    Wovon wollt Ihr leben?

    Ich könnte diese Liste beliebig fortsetzen - wollte damit nur klarstellen, dass Ihr mit 3000 Euro niemals langfristig hinkommen werdet. Klar, als Student/ Azubi sind 3000 Euro ein großer Haufen Geld... Aber auf lange Sicht...

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  15. Anständiger Post Bonushure.

    Wir sollten bei der Diskussion natürlich nicht vergessen, dass der Durchschnittsverdienst der Deutschen ca. 40.000€ Brutto beträgt, macht dann ca. 2200€ Netto.
    Das ist der Betrag für den "Otto - Normal - Verbraucher" auch alles finanzieren muss.

    Natürlich steigen mit steigendem Alter auch die Ansprüche, dennoch denke ich, wer auf diese 2200€ im Monat mit Poker kommt, hat warscheinlich einiges mehr richtig gemacht als andere die für 2200€ ich wiederhole mich gerne "ausgebeutet" werden.

    ;-) Leraner

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  16. @Bonushure: Was machst du eigentlich beruflich? Von der wirtschaftlichen Realität in Deutschland scheinst du jedenfalls nicht besonders viel Ahnung zu haben! Es gibt mehr als genug Vollzeitbeschäftigte, die von 3k netto nur träumen können...

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  17. Nene, ich meinte schon Brutto. Das passt ja wohl ungefähr.

    Und die Berechnung war für jemand gedacht, der denkt - mit 3000 Netto als Pokerprofi easy über die Runden zu kommen. (Wobei das als Alleinstehender natürlich ohne Problem möglich ist)

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  18. Hallo, und...WOW! Das ein solcher Artikel derart die Emotionen hochkochen lässt, das finde ich schon bemerkenswert.

    Nun möchte ich aber auch noch einmal meinen Senf loswerden:

    Wer professionell Poker spielt, der muss von seinen Einnahmen als Pokerspieler nicht nur seinen Lebensunterhalt bestreiten können, sondern er muss darüber hinaus auch noch eine ausreichend große Bankroll in der Hinterhand haben, um einen Downswing so "abfedern" zu können, das dieser Downswing nicht in einem Totalverlust endet und somit existenzbedrohend ist!

    Legt man das als Ziel zu Grunde, so kann man eine relativ einfache Kalkulation durchführen, welches Limit man beim cash game mit wieviel BB/100 spielen bzw. wie häufig man bei Turnieren cashen muss, um damit langfristig über die Runden zu kommen.

    Zu den fixen und variablen Kosten pro Monat zählen Wohnung inkl. Heiz- und Nebenkosten, Strom, Wasser, ggf. diverse Versicherungen, natürlich eine Krankenversicherung(unverzichtbar!), Lebensmittel, eventuell ein Auto, sonstige Kosten (...auch eine Waschmaschine geht beispielsweise irgendwann einmal kaputt), usw.

    Selbst wenn man einen "bescheidenen Lebenswandel" mit wenig Luxus führt, muss man wohl mit 1.200 bis 1.500 EUR im Monat rechnen.

    Legt man eine sehr gute Performance von +3 bis +4 BB/100 zu Grunde (statistisch ermittelt über ein paar hunderttausend Hände; 1 BB (Big Bet) = 2 Big Blinds), so muss man jeden Monat mindestens 30.000 Hände auf 50NL spielen, wegen der Varianz eher viel mehr...

    Zudem sollte man sich bei einer derartigen Abhängigkeit von diesem Spiel nicht mit den häufig empfohlenen 20 Buy-Ins, die im Bankroll-Management empfohlen werden, zufrieden geben, sondern sicherheitshalber 40 Buy-Ins Reserve haben!

    Es ist also theoretisch wohl möglich, aber ob das Poker spielen dann noch Spaß macht, wenn es in "Arbeitspoker" ausartet, weiß ich nicht. Man muss sich auch mal die psychologische Belastung vor Augen führen, wenn mal tage- oder wochenlang nichts läuft, oder wenn man wegen Krankheit nicht spielen kann, usw.

    Auf jeden Fall würde ich jemanden, dem das gelingt, schon als einen Spieler mit einer sehr professionellen Einstellung bezeichnen.

    Gruß
    Stephan

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  19. Stephan, genauso sehe ich es auch.

    Bedeutet aber umgekehrt, dass man bei NL 200 doch ganz gut verdienen würde.

    Aber 30.000 Hände im Monat? Ohne Urlaub/ Weihnachten/ Ostern/ Krankheiten/Verliebt sein...

    Das wird schwer.

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  20. Sehr guter Ansatz Stephan,
    du beweist meine Aussage, das man selbst auf NL50 schon ordentlich davon leben kann, wenn man nur den entsprechenden Fleiß mitbringt.

    Zum Bankrollmanagment möchte ich folgendes sagen: ich glaube die 20 buy in Regel hat Pokerstrategy eingeführt, damit die Spieler schnell in höhere Limits kommen.
    Ich bin der Meinung, das man um eine 80!!! Buy in Regel nicht herum kommt, die Varianz wird sooo unterschätzt...
    Man muss immer in der Lage sein, 30 Buy in Swings, welche nicht selten vorkommen ordentlich abzufedern.

    @ Bonushure: Warum sind 30.000 Hände im Monat schwer? Ich hab lange Zeit zwischen 60.000 und 100.000 Hände monatlich gespielt, andere haben ähnliche Zahlen. ( Urlaub hab ich trotzdem gemacht )
    Natürlich setzt das eine Menge Fleiß und Disziplin voraus.

    Find es gut, dass wir hier mal über echt wichtige Themen diskutieren, mehr davon...

    Gruß
    Leraner

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  21. Beide Standpunkte und Argumentationen von BH und Lerander kann man durchaus nachvollziehen .

    Meine Meinung dazu ist,
    wen es einer(e) mit einer herkömmlichen Schulausbildung / Berufsausbildung / Studium es im Leben nicht geschafft hat ein solides Einkommen ( sei es selbstständig oder angestellt ) zu erzielen. Dann wir er es schwer haben mit Pokern, egal mit welchem Lebensstandard ,seinen Unterhalt zu begleichen.

    Und zu den bereits aufgeführten notwendigen Punkte wie Disziplin möchte ich hier auch noch Talent und Beharrlichkeit hinzufügen.
    Sind diese Punkte nicht gegeben wird man scheitern.

    Hier gebe ich der BH recht,
    das leichtgläubige Jünglinge, die vielleicht schon den ein oder anderen 5,5$ sng eingefahren haben, aber noch behütet zu Hause bei Mutti wohnen sich die heile Pokerprofiwelt ausmalen. Dies kann man in jedem 0815 Pokerforum lesen.
    Wie weit hier manchner Horizont ist beweist der Post von vertexter.

    Sorry für bischen Offtopic nur zu den Punkten Disziplin/Talent/Beharrlichkeit
    1985, in dem Jahr als Boris B. das erste mal Wimbledon gewonnen hatte, hat in Deutschland einen riesen Tennis Hype ausgelöst. Und es gab tausende von Ehrgeiz zerfressene Eltern die ihre 4-5 jährigen mit Tennis gequält haben.
    Und welche/wieviel deutsche Tennis Stars haben wir den im Augenblick??
    eichi

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  22. Sehr interessant wie hier diskutiert wird. Wollte auch mal was dazu los werden. Bin noch in der Ausbildung und spiele seit 4 Jahren Poker (bin 19). Ich denke wenn man es vernünftig anstellt, kann man mit Pokern ordenrlich Geld verdienen. Aber was bedeutet ordentlich ?

    Wer sagt mir wie ich zu spielen habe ? Keiner !!! Und da liegt das Problem. Ich kann genauso ohne eine riesige Bankroll spielen. Ich zahle einmal ein und versuche in der Woche das größtmögliche Kapital zu schlagen. Man kann das als Kamikaze-Poker bezeichnen und es belächeln, aber es gibt keine Regeln nach denen ich Spielen muss !

    Wenn ich als Azubi meine 2000 € pro Woche mache und dann auscashe sehe ich kein Problem darin. Man muss sich vorstellen was andere verdienen. 3000 € brutto ??? Das verdient hier im Osten vielleicht ein Abteilungsleiter mit 20 Jahren Berufserfahrung. Wo manche leben wird ich gerne einmal wissen. Denen hat wohl Deutschland bissl geschadet. Wenn ich jeden Monat natürlich bei Jack Wolfskin einkaufen gehe ist das klar. Echt schlimm diese Konsumgesellschaft.

    Aber egal, sollte jeder für sich entscheiden. Ich Poker manchmal 3 Stunden am Tag auf mittleren Levels und verdiene da manchmal mehr als manche Menschen im Monat verdienen. Von daher sollte ich zufrieden sein was ich jetzt geschafft habe. Aber da es ja ein Glücksspiel ist, denkt man sich: MEHR MEHR MEHR... Ich MUSS ein dickes Auto fahren. Ich MUSS eine Vierraum-Wohnung haben mit der besten Ausstattung. Ich MUSS viel Geld verienen, was ich dann wieder sinnlos in Vater Staat schenke.

    Ich MUSS gar nichts !!!

    Außer Pokern ;-9

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  23. Für mich ist ein Profi, egal ob Poker, Schach, Fußball, eSports oder sonstwas, ein Spieler, der mit dem ausgesuchten Sport seinen Lebensunterhalt komplett bestreitet/bestreiten kann. Ich denke ab 5000$ aufwärts an monatlichen Einnahmen kann man davon reden.

    Alles andere ist bestenfalls Semi-Profi.

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